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21.06.2018

Rede Digitalisierungskongress der Handelskammer

Sehr geehrter Präses,
sehr geehrter Herr Dr. Dräger,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

vielen Dank für die Einladung zu einem Grußwort auf dem Digitalisierungskongress in der Handelskammer Hamburg.

Ihr Einladungsschreiben zu diesem Kongress beginnt mit der Feststellung, dass die zunehmende Digitalisierung tief in die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen eingreift und die Art verändert, wie wir leben und arbeiten.

Wenn schulische und berufliche Bildung auf das spätere Leben und die Berufstätigkeit vorbereiten soll – und das ist ja der Anspruch – dann muss man sich eine Vorstellung davon machen, wie die Digitalisierung die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen in 20 oder 30 Jahren verändert haben wird.

Auch wenn wir das nicht genau vorhersagen können, weil die technische Entwicklung und damit verbundene Veränderung äußerst dynamisch ist, können wir doch sicher sein, dass die Digitalisierung sehr weit fortgeschritten sein wird und vermutlich alle Bereiche des Lebens und der Arbeitswelt erfasst haben wird.

Deshalb ist digitale Kompetenz, also die Fähigkeit, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden, selbstbestimmt, sicher und souverän mit digitalen Prozessen umzugehen, eine zusätzliche Schlüsselkompetenz, die wie Lesen, Schreiben, Rechnen, sprachliche Ausdrucksfähigkeit und soziale Kompetenz in der Schul- und Berufsbildung vermittelt werden muss.

Zur digitalen Kompetenz gehört ein Grundverständnis darüber, wie das Internet und soziale Medien funktionieren, welche Chancen und Risiken mit der Informationsgewinnung im Internet und der Nutzung sozialer Medien verbunden sind.

Deshalb steht digitale Bildung – auch wenn wir noch nicht abschließend sagen können, was alles dazu gehört – in allen Hamburger Schulen auf dem Lehrplan und wir statten Schulen, Eltern und Lehrer mit dem erforderlichen Rüstzeug aus.

Unsere Schulen sind mit 40.000 Rechnern und 4.500 interaktiven Whiteboards ausgestattet.

In Hamburg sind schon heute alle staatlichen Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen. Selbst in Regionen, in denen Privathaushalte und Gewerbebetriebe noch auf den Breitbandausbau der dafür zuständigen Telekommunikationsunternehmen warten, haben wir die Schulen mit Glasfaserleitungen ausgestattet.

Die Sicherheit der WLAN-Netze ist so ausgelegt, dass auch private Smartphones und Tablets genutzt werden können. Bring Your Own Device (BYOD) heißt dieses Prinzip, das Hamburg in sechs Pilotschulen erprobt.

Mit Unterstützung des Digitalpakts der Bundesregierung wollen wir die Schulen noch besser mit Notebooks, Desktops und digitalen Lernangeboten ausgestattet, denn nicht nur die Inhalte, sondern auch das Lehren und Lernen selbst wird durch die Digitalisierung verändert.

In allen staatlichen Schulen haben die Lehrkräfte Plattformen zur Kommunikation und Zusammenarbeit.

Alle Hamburger Lehrkräfte haben eine dienstliche Mailadresse erhalten, können über eine Cloud untereinander Dateien austauschen, schulübergreifend den Unterricht entwickeln und sich selbst am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung im Bereich digitaler Unterrichtsmethoden fortbilden

Die Technische Universität Hamburg, die Behörde für Schule und Berufsbildung und die Joachim Herz-Stiftung entwickeln derzeit eine Lernplattform, um digitale Unterrichtsbausteine online frei zugänglich zu machen.

Das sind die Bausteine der Digitalisierung an Hamburger Schulen:

  • Technische Ausstattung der Schulen
  • Neue Lehrinhalte zur digitalen Kompetenz, also der Orientierung in einer digitalen Welt
  • Einführung Digitale Unterrichts- und Lernmethoden
  • Fortbildung der Lehrkräfte zum digitalen Unterrichten

Herzlichen Dank, dass sich die Handelskammer für eine zukunftsweisende digitale Bildung in Schule und Berufsbildung einsetzt und durch solche Kongresse hilft herauszufinden, worin dieses besteht und wie wir digitale Kompetenz vermitteln.

Vielen Dank.

Es gilt das gesprochene Wort.